Gehört in Göttingen: Jung & Alt – der perfekte Lernmix

Mit 74 wollte Elke* aus Göttingen unbedingt ein den Umgang mit einem Bildbearbeitungsprogramm auf dem PC lernen. In ihrem Job an der Universität war sie viel mit der Digitalisierung ihrer Abteilung beschäftigt; aber ohne Kenntnisse der nötigen Software kam sie nicht voran.

Die Schulung an der Uni war zu voll, als Leiterin der Abteilung wollte Elke auch nicht unbedingt zusammen mit ihren Lehrlingen am Weiterbildungskurs teilnehmen. Auf der Suche nach Unterstützung fragte die Göttingerin an der in der Nähe gelegenen Schule und lernte so den 18-jährigen IT-Profi Alexander* kennen.

Zu alt zum Lernen? Quatsch!

Der motivierte Schüler nahm seine neue Lehraufgabe mit vollem Elan an und besuchte Elke regelmäßig zu Hause. Mit dem Unterricht von Alexander war die 74-Jährige mehr als zufrieden. Ihren Worten nach waren seine Lektionen „so sagenhaft, wie wir das nicht mal an der Uni unterrichtet bekommen haben“.

Die Unterstützung von Alexander fand die Wir von Hier Nutzerin einfach toll und sehr wichtig für ihre persönliche Weiterentwicklung: „Die Welt hat sich verändert. Die Jungen lernen heute nicht nur von den Alten, sondern die Alten lernen von den Jungen…“.

Zu alt zum Lernen? Quatsch!

Mit der Zeit konnte Elke immer mehr im Bildbearbeitungs-Programm erledigen und ihre Erfolge blieben ihrem direkten Nachbarn nicht fern. Einmal fragte er Elke: „Sag’ mal, was machst du da eigentlich immer?“

Als er die Berichte der Nachbarin hörte, sagte er: „Den könnte ich mal gebrauchen, als Praktikanten“, und gab Elke seine Visitenkarte für Alexander. Als Manager in einem großen internationalen Unternehmen konnte Elkes Nachbar dem Jungen ein spannendes Praktikum anbieten.

Hilfe anbieten und Hilfe bekommen

Beim nächsten Unterricht überreichte Elke Alexander die Visitenkarte seines Nachbarn. „Da sollst du anrufen, der will dich als Praktikanten“, sagte sie zu ihm. Zwar hätte so ein Praktikum für Elke den Nachteil, dass sie ihren tollen Lehrer verlieren würde, aber dafür hätte Alexander in der Zukunft sehr gute Berufschancen.

Die glückliche Fortsetzung der Geschichte ist wie folgt: Der junge Bekannte von Elke bekam ein Praktikum in der Firma, das ihn später zum dualen Studium nach Leipzig verhalf. Ob er dort auch ohne Kontakt zu Elkes Nachbarn gelandet wäre?

Da kann man nur spekulieren. Fest steht aber: In der Nachbarschaft geht es um den Kontakt zu anderen Menschen. Vor allem deshalb findet Elke auch die Idee der zentralen Vernetzung unter Nachbarn toll.

Göttingen: Aktive Nachbarschaft in der Universitätsstadt?

Leider hat sie in ihrer eigenen Umgebung nicht viel davon: „Stammtisch? Das geht hier gar nicht, weil ganz viele Leute von der Uni kommen und Straßenfeste ihnen befremdlich sind. Das finde ich schade…“

Nichtsdestotrotz will Elke ihrer Nachbarschaft eine zweite Chance geben – und zwar auf Wir von Hier. Über die Plattform hat sie die Suche nach einer Haushaltshilfe gestartet und hofft demnächst, von Menschen aus ihrer Nachbarschaft zu hören.

Wir alle können voneinander lernen, auch von unseren Nachbarn. Wie wäre es mit einem informellen Wissensaustausch in der Nachbarschaft? Die Vermittlung von Computerhilfe gegen einen Kochkurs oder kleine Unterstützung im Garten? Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Melde dich auf Wir von Hier an und finde eine Partnerin oder einen Partner für ein Lerntandem! Hast du noch Fragen oder brauchst du Unterstützung? Kontaktiere unseren Support und starte durch.

Hier geht’s zur Anmeldung:

* Die Namen im Beitrag wurden aus Anonymitätsgründen geändert.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Sag' uns deine Meinung,
Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.